Vom Kampf um Lohngerechtigkeit zum Ringen um die Gestaltung der Lohnarbeitswelt
Die Lohnfrage – und ihre systemgemäße gewerkschaftliche Beantwortung
Um den Lohn haben die, die von ihm leben müssen, einmal gekämpft, um von ihm leben zu können. Das – so lehrte sie die tägliche Erfahrung ihrer ruinösen Lohnarbeit – muss ihren Anwendern, die mit ihrem Lohn als Kost in ihrer Gewinnrechnung kalkulieren, abgerungen werden. Also verweigerten sie spontan oder auch schon gewerkschaftlich organisiert die Bereitschaft, zu den gegebenen Bedingungen weiterzuarbeiten, um unter möglichst verbesserten wieder anzutreten.
Ein paar Jahrzehnte sp äter hat es den Anschein, als sei die Lohnfrage erledigt, als müsste das Proletariat, das jetzt ‚die Arbeitnehmer’ heißt, nicht mehr um seine Existenz fürchten und kämpfen. Es erfreut sich zahlreicher Anwälte seiner ‚sozialen’ Belange: anerkannte Gewerkschaften, die tarifvertraglich geregelt für Lohngerechtigkeit sorgen; Betriebsräte mit Mitwirkungsrechten im Unternehmen; Politiker, die dafür sorgen, dass die Marktwirtschaft ‚sozial’ ausgestaltet wird.
Heute ist die Lohnfrage wieder aktuell; weil die Anwender der Arbeitskr äfte mit Berufung auf ihre Konkurrenz mehr Arbeit und freiere Verfügung über die Arbeitskraft für weniger Lohn auf die nationale Tagesordnung und durchgesetzt haben. Sie bestehen auf der Unvereinbarkeit von kapitalistischem Wachstumserfolg mit dem Lebensunterhalt seiner Produzenten. Und was macht die malträtierte Klasse?
Argumente gegen das Lohnarbeitsverh ältnis und die aktuellen Auseinandersetzungen um Lohn und Leistung auf der Veranstaltung:
Arbeit gegen Geld – das Kommando des Kapitals über die Arbeitskraft und die gewerkschaftliche Mitwirkung an seiner Ausgestaltung
Eine Veranstaltung der Basis Buchhandlung und Gegenstandpunkt Verlag München
Donnerstag 27.9.2007 Uhr 19.30 Nikolaiplatz 1b
Kostenbeitrag EUR 5,--
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