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Das Elsass ist ebenso berühmt für seinen Riesling d’Alsace wie für sein Savoir Vivre, das aus dem Brennpunkt der verschiedenen Kulturen des Burgund, Frankreichs, Deutschlands und der Niederlande stammt. Wenn Sie je in der Maison Kammerzell am Dom in Strassburg eine Choucroute Poisson gegessen und diese einzigartige Kombination mit einem Riesling d’Alsace gekrönt haben, dann haben Sie das Elsass richtig schmecken gelernt.
Weinkritiker Hugh Johnson schreibt dem Elsass das gleiche Potential zu wie dem Burgund. Nur sind – ähnlich wie in Teilen des Burgund – durch das fränkische Erbrecht die Parzellen der Winzer im Lauf der Jahrhunderte so klein geworden, dass man, trotz geregelter französischer Klassifikation in Grand Cru Lagen, aus dem Zusatz Grand Cru auf dem Etikett nicht ohne Weiteres auf Spitzenqualität schliessen kann. Das hat bisher den Aufstieg des Elsass zu den grossen Weinregionen der Welt behindert.
Das Elsass verfügt über ein einzigartiges Terroir. Am Alpaufbruch der Vogesen treten innerhalb weniger Kilometer die unterschiedlichsten Erdschichten zu Tage, sodass die Weine ihre Aromen ganz unterschiedlichem Terroir verdanken. Das bewirkt die grosse Vielfalt der Weine und der kultivierten Rebsorten. Der malerische Ort Eguisheim mit seinen Fachwerkhäusern gilt als die Wiege des französischen Weinbaus. In seiner besonders geschützten Lage vor einer Einbuchtung der Vogesen haben die Römer unter Caesar die ersten Rebstöcke in Gallien gepflanzt.
Die Domaine Albert Hertz haben wir nicht zufällig auf einer unserer Reisen kennengelernt, wir haben das Weingut gezielt aufgesucht. Der südfranzösische Schwiegersohn eines Münchner Freundes trinkt schon in der dritten Generation die Weine von Weingut Hertz. Wahrlich eine Referenz unter Weintrinkern. Einen anspruchsvollen Kunden über Generationen zu halten spricht für ein gelungenes Verhältnis von Tradition und Innovation.
Der heutige Besitzer Albert Hertz hat das Winzerhandwerk in der Bourgogne und in der Champagne gelernt. Seit er 1993 auf der International Wine And Spirit Competition in London den Kelch der Robert Mondavi Foundation als Wine Maker Of The Year – verbunden mit einer Reise zu den Brüdern Mondavi nach Kalifornien – gewonnen hat, gilt er unter den Elsässer Winzern als Guru in Sachen Qualität.
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