|
Während Elsässer Winzer ihren Wein meist noch selbst vermarkten, ist in der Toskana die Konzentration im Handel bereits weit fortgeschritten. Viele kleinere Weingüter verkaufen den Grossteil ihres Weins an die Handelshäuser, darunter berühmte Namen wie die Antinori, Frescobaldi, Melini oder Pispini, die den Wein weltweit unter ihrem Namen vermarkten. Ihre Weine kann man in Deutschland überall finden.
Die berühmten Florentiner Weinhäuser der Marchesi Antinori und Marchesi Frescobaldi sind nicht nur Produzenten von Spitzenweinen wie den „Supertoskanern“ Ornellaia, Sassicaia, Solaia und Tignanello und vielen anderen, sondern seit dem dreizehnten Jahrhundert auch Weinhändler, die ganz Europa und später die ganze Welt beliefert haben. Sie haben den Ruhm des Toskaner Weins begründet. Während sie in der Frühzeit den Wein in den sprichwörtlich gewordenen, in Stroh gehüllten Fiasco`s über die Alpen transportierten – noch heute kündet „Du wirst dein Fiasko schon erleben“ in Deutschland von Unglück und Verdruss statt von Genuss – hat Lodovico Antinori 1901 die Bordelaise-Weinflasche für den Chianti Classico eingeführt und den Anschluss an die Spitzenweine des Bordeaux eingeleitet.
|