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Michael Wildenhain liest aus seinem Roman Träumer des Absoluten Es ist die Geschichte des Erwachsenwerdens und der Freundschaft zwischen Tariq, Jochen und Judith. Sie bewegen sich in der Berliner Hausbesetzerszene Ende 70er Anfang 80er Jahre. Radikalität, Traum und Verrat bilden die Koordinaten ihres Lebens. Im Hintergrund steht der Prozess 2002 gegen die Revolutionären Zellen, in dem ein Aktivist - im Roman ist es die Figur Tariq - die Kronzeugenregelung in Anspruch nimmt und gegen ehemalige Genossen aussagt. Hier verlässt jemand die gemeinsame Geschichte. Für immer. „Träumer des Absoluten“ , diesen Begriff fand Michael Wildenhain bei Karl Marx, der damit die anarchistischen Zarenattentäter bezeichnete.
In seinem neuen Roman wagt der Autor eine Aufarbeitung jener Zeit der Bewegung. Die damalige Aufbruchsstimmung scheint heute einer Melancholie gewichen zu sein, bleibt jedoch die Frage, ob sich nicht doch aus der Vergangenheit ein Funken schlagen lässt. Der Roman durchmisst 40 Jahre deutsche Geschichte mit verblüffender Insider-Kenntnis des sozialen Milieus.
Michael Wildenhain, 1958 in Berlin geboren, studierte Wirtschaftsingenieur und Philosophie, war in der dortigen Hausbesetzerszene Anfang der 80er aktiv und fand auch dort den Stoff u. a. für seine ersten literarischen Veröffentlichungen: „Die kalte Haut der Stadt“, „Heimlich, still und leise“, „Erste Liebe Deutscher Herbst“. WO: in der Basis Buchhandlung WANN: Freitag, 9. Januar 2009 20 Uhr
Unkostenbeitrag: erm. 5 sonst 7 Euro mit der freundlichen Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München
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